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Gioacchino

Irgendwann saß Joachim Barisch vor seiner veritablen Taschenuhren-Sammlung und stellte die Sinnfrage: Vor ihm lagen wahre Meisterwerke der Feinmechanik, die jedes Sammlerherz höher schlagen ließen. Seit allerdings die Westentasche nicht mehr zur standardmäßigen Ausrüstung der Herren-Garderobe gehört, ist es schwierig, solche Zeitmesser bei sich zu tragen. Wer möchte eine solche Uhr einfach in die Tasche stecken, wo möglicherweise schon Schlüssel, Kleingeld und andere Utensilien des täglichen Lebens verstaut sind?

Naeschke

Standuhren gehörten von Anfang an zum Programm von Matthias Naeschke – zuerst in Form von Flöten-Standuhren. In den späten 80er-Jahren wurde der Uhrmacher gebeten, ein Uhrwerk aus der größten Flötenuhr in eine Standuhr ohne Musikwerk einzubauen. So entstand die erste nicht musikalische Standuhr NL 160 aus dem Hause Naeschke mit Bim-Bam-Schlagwerk. Seitdem wurden in der Haigerlocher Manufaktur immer wieder Standuhrmodelle entwickelt. Die NL 160 blieb bis 2003 unverändert im Programm.

Zeit in Berlin

Im historischen Berliner Nikolaiviertel trafen wir einen Uhr-Macher aus Leidenschaft: Peter Schulze, Inhaber des Uhrenateliers ZiB („Zeit in Berlin“). In seiner Werkstatt entstehen handgefertigte mechanische Zeitmesser, denen obendrein eine ganz besondere Philosophie innewohnt. ZiB-Uhren kommen nur in kleiner Auflage auf den Markt – maximal 20 Stück pro Zifferblatt-Variante. Für Uhrengourmets gedacht sind die skelettierten Unikate.

Uno 24

Einzeigeruhren gab es schon vor Hunderten von Jahren. Wiederentdeckt und neu interpretiert als Armbanduhren wurden sie von Klaus Botta. Der Designer aus Königstein bei Frankfurt bietet eine kleine, aber feine Kollektion von außergewöhnlichen Zeitmessern an, darunter mehrere Einzeigeruhren mit Quarzwerken und mechanischen Kalibern. Der Anteil der von Sammlern bevorzugten mechanischen Uhren wird weiter ausgebaut. Wir besuchten Klaus Botta und ließen uns erläutern, wie ihm die Idee zur Einzeigeruhr UNO gekommen ist.

Weltzeituhr von Lotterman und Söhne

Etwas Besonderes sollte es schon sein, das waren die ambitionierten Uhrmachermeister aus dem Hause Lottermann & Söhne ihrem Ruf schuldig. Etwas, das die Branche würde aufhorchen und die Herzen anspruchsvoller Uhrenliebhaber höher schlagen lassen. Am Ende stand tatsächlich etwas Außergewöhnliches, das der Manufaktur Lottermann & Söhne viel Aufmerksamkeit bescherte und ihr bei der Wahl der „Uhr des Jahres“ im Jahr 2008 einen der vorderen Plätze sicherte, gleich hinter den großen Marken aus der Schweiz und Glashütte.

Nivrel

Wer diese Uhr trägt, will nicht nur wissen, wie spät es ist. Er möchte vielmehr den subtilen Charme der Nostalgie spüren, Vergangenheit nicht verklären, sondern erklären. Und zu erzählen gibt es über den Chronographen Replique II des Saarbrücker Uhren-Herstellers Nivrel tatsächlich viel Interessantes. Der Zeitmesser mit seiner unverkennbaren historischen Anmutung hat genau genommen zwei Vorgänger, was auch die korrekte Modellbezeichnung Le Chronographe Replique II erklärt: In den 1940er Jahren hatte das damals noch Schweizer Unternehmen Nivrel einen Handaufzug-Chronographen lanciert, in dem Uhrwerk Landeron 47 tickte.